Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm (benbi) 2009

02. - 06. November im FEZ-Berlin

"Energie - aber wie? Von den grenzenlosen Folgen des globalen Energiehungers."

In diesem Jahr dreht sich beim benbi alles um das Thema Energie. "Woher kommt der Strom aus meiner Steckdose? Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck? Wieviel Energie steckt in meinem T-Shirt?" - dies sind potentielle Fragen, die im Rahmen von 20 entwicklungspolitischen Workshops auf dem diesjährigen Bildungsprogramm diskutiert werden. Gemeinsam entdecken Kinder und Jugendliche die Zusammenhänge in einer gloablisierten Welt und bringen so z.B. Arbeitsbedingungen des Uranabbaus in Namibia oder die Abholzung von Regenwald in Brasilien für den Anbau von Energiepflanzen mit ihrem eigenen Konsumverhalten in Verbindung.

Das Workshopangebot

Kontaktstelle für Umwet & Entwicklung (KATE) e.V.

1 Klimafrühstück- Wie unser Essen das Klima beeinflusst

Essen = Energie = Klimawandel. Wie bitte?! Was unser Essen mit Energie zu tun hat und wie wir dadurch das Klima beeinflussen,erfahren wir beim Klimafrühstück. Wir ergünden die Eigenschaften von Lebensmitteln - und verfolgen sie bis zu ihrem Herkunftsland zurück.

ASA-Programm

2 Mein ökologischer Fußabdruck

Unser Konsum beansprucht Rohstoffe und Energie aus der Natur.Welche Fläche benötigt die Produktion deiner Nahrung? Welche Auswirkungen hat unser Konsum auf die Natur? Sei deinem eigenen ökologischen Fußabdruck auf der Spur und lerne Möglichkeiten kennen, um nachhaltig zu leben.

Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit e.V. (GSE)

3 Einfach mal abschalten! Ein Tag ohne Energie 

Bolivien, Deutschland, Simbabwe – Energie wird überall gebraucht,und sie ist in unterschiedlicher Form und Menge vorhanden. Mit den „Kleinen“ schauen wir uns an, wie BolivianerInnen mit Energie umgehen. Die „Größeren“ erkunden die Energie- und Lebenssituation in Simbabwe.

glokal – globalisierung & politisches handeln lernen e.V.

4 Immer unter Strom? 

Anhand von Beispielen der Privatisierung von Stromversorgung in Berlin und Johannesburg lernen die SchülerInnen durch spielerische Methoden, wie Globalisierung zurzeit funktioniert und was das für Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung hat.

Watch Indonesia! e.V.

5 Löst Eure Energieprobleme nicht auf unsere Kosten!

Unternehmen jagen heute weniger nach Erdöl, sondern nach Land. In Indonesien entstehen Megaplantagen für Palmöl, das als „Biosprit“ in unseren Tanks und Heizungen landet. Was hat unser Energieverbrauch mit Landraub und Regenwaldzerstörung in Indonesien zu tun?

FDCL e.V.

6 Zucker in den Tank? Agrotreibstoff aus Brasilien

Die Gewinnung von Ethanol aus Zuckerrohr hat in Brasilien eine lange Geschichte. Ist es der grüne Treibstoff der Zukunft oder eher nicht? Hunger, Vertreibung, Waldzerstörung – der Agrosprit ist mit großen Risiken für Mensch und Umwelt verbunden. Gemeinsam wollen wir dem auf den Grund gehen.

Greenpeace Gruppe Berlin

7 Brot statt Biosprit

Unser Autofahren verteuert die Nahrung im Süden, denn Biokraftstoffe – dort angebaut - werden besser bezahlt als Nahrungsmittel.Ausgehend von dieser Problematik stellen wir in Bild, Text und Aktion andere Wege der Energiegewinnung vor, die die Lebensräume aller Menschen und das Klima schonen.

F.A.W.N. Deutschland e.V.

8 Wald für Diesel? Abholzung des Regenwaldes für Biosprit

Täglich verschwindet eine große Menge von tropischem Regenwald für den Anbau von Energiepflanzen. Die Artenvielfalt und unser Klima sind bedroht. Zusätzlich verschlechtert die Erdölförderung die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort. Was können wir in Europa dagegen tun?

FairBindung e.V.

9 Sonne, Mond und Kerzen. Energie aus Sonne für alle

2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu “sauberem” Licht. Kerzen, Feuer oder Öllampen sind nicht nur teuer, sondern auch gefährlich für die Gesundheit. Eine Alternative könnte die Nutzung von Sonnenenergie sein. Aber wie kommt die Sonne in die Häuser der Menschen?

Afrika-Bildung e.V.

10 Kochen mit Sonne

Was ist der Zusammenhang von Energienutzung, Umweltschutz und Bildung? Die Folgen der Brennholzgewinnung sind vielfältig. Wir tragen Holz, entdecken die Funktionen eines Solarkochers und machen uns Gedanken zu Grundbedürfnissen, die wir auf einer Pinwand festhalten.

Freunde des FEZ e.V. + FEZ-Berlin + METEUM/TJP e.V.

11 Die Sonne vergisst kein einziges Dorf

Solarzellen statt Brennholz in Indonesien, Wasserstoff statt Benzin im Senegal – wie funktioniert das? Lernt experimentell die vielfältige Nutzung von Sonnenenergie kennen & entwickelt Ideen, wie Solartechnologien, Energiespeicherung und Wissenstransfer weltweit Nutzen bringen können.

Mama Afrika e.V.

12 Solares Zeitalter- Neue Energie-Ideen

Langfristig ist der Übergang von Holz, Öl oder Gas zur Sonnenenergie die einzig nachhaltige Option. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Gemeinsam mit den SchülerInnen planen wir spielerisch das solare Zeitalter unter Berücksichtigung kultureller Gegebenheiten.

Afrika Haus Berlin, Farafina e.V.

13 Die Kraft der Sonne

Die Energieversorgung in Afrika ist oft problematisch. Eine Alternative zur konventionellen Stromerzeugung stellt Sonnenenergie dar, die nahezu unendlich vorhanden ist und viele Möglichkeiten birgt. Lernt die Potentiale von Solarenergie kennen und entdeckt selbst die Kraft der Sonne!

Gesellschaft für Humanistische Fotografie

14 Fotoausstellung: Hände weg von unserem Regenwald 

Die Bevölkerung des Dorfes Sarayaku in Ecuador wehrt sich gegen Ölförderung, die ihre Lebensgrundlage zerstören würde und hat einen Plan zum Schutz des Regenwalds entwickelt. Wo gibt es Parallelen und wo Unterschiede zwischen unserem Leben und dem im Amazonasgebiet?

Survival International e.V.

15 Gestauter Fluss- Verlorene Lebensader

Flüsse liefern Trinkwasser und Nahrung. Gleichzeitig sind sie von nationalem Interesse zur Erzeugung von Energie. Wir zeigen an Beispielen im Amazonas und auf Borneo, wie Staudammprojekte die traditionelle Lebensgrundlage und Identität von Menschen bedrohen.

Commit Berlin e.V.

16 Wer bezhalt für meinen (Atom-)Strom

Zusammen mit den SchülerInnen decken wir am Beispiel des Uranabbaus in Namibia auf, welche Konsequenzen der Stromverbrauch der Industrienationen für nicht-industrialisierte Länder hat.

Stäpa Kreuzberg – San Rafael del Sur

17 Mit voller Energie?! Käsekästchen Mal anders

Wie viel Energie verbrauchen wir tagtäglich? Und was wäre, wenn uns plötzlich der Strom ausginge? Ein energiegeladenes Käsekästchenspiel für die Unterstufe und eine spannende internationale Klimakonferenz als Planspiel für die Großen laden zum kreativen Rate-, Theater- und Bewegungsspiel ein!

BAOBAB-Infoladen e.V.

18 Hol Dir Deine Energie!

Im Bananen-Parcours lernen die SchülerInnen den energieintensiven Anbau einer Frucht kennen, die ihnen hier in Berlin Power gibt. Spielerisch erleben sie den Alltag von BananenarbeiterInnen und kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Als Alternative werden der Faire Handel sowie Ideen der Nachhaltigkeit vorgestellt.

Promote Africa e.V.

19 Konsum ohne Grenzen?

Ist es akzeptabel, riesige Anbauflächen für Energiepflanzen und Exportfrüchte zu reservieren, während die einheimische Bevölkerung unterernährt ist? Inwieweit trägt übermäßiger Fleischkonsum zur Nahrungsmittelknappheit bei? Gemeinsam erkunden wir die Auswirkungen der Globalisierung für Menschen weltweit.

Future-on-Wings e.V.

20 Wessen Energie kostet mein T-Shirt?

Strom sparen! Doch wie viel Energie steckt im T-Shirt? Wir verdienen „Geld“, kaufen Waren und finden heraus, wessen Umwelt die darin steckende Energie verbraucht. So lernen wir etwas über Klimasolidarität im Treibhaus Erde. Grundschulkids malen Strommonster.

Der Workshop für PädagogInnen

EPIZ und DED Schulprogramm

Energie - Grundlage für Entwicklung: Workshop für PädagogInnen

ExpertInnen der Entwicklungszusammenarbeit vermitteln, wie das Thema „Energie global“ anschaulich im Unterricht behandelt werden kann. Die vorgestellten Materialien unterstützen eine gelungene pädagogische Umsetzung des Themas. 

Das Kinoforum

Grundschule: Albert sagt: Energie - es geht auch anders

Umgeben von zahlreichen elektrisch betriebenen Haushaltsgeräten macht Albert sich bewusst, dass Energie mehr ist als Strom aus der Steckdose. Er verfolgt den Weg des Stroms bis in ein Kohlekraftwerk und muss feststellen, dass die so produzierte Energie extrem umweltbelastend ist, mit "Nebenwirkungen" wie dem "sauren Regen" bis hin zum "Treibhauseffekt". Bei der Atomenergie sieht es nicht besser aus, und die Gefahren sind noch größer. Als Alternative schlägt Albert - abgesehen vom Energiesparen - den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien wie Sonnenkollektoren und Windrädern vor und zeigt, wie sie funktionieren.

 

Sek I: Panorama - Die Reporter: Sonne im Norden, Sintflut im Süden - dem Klimawandel auf der Spur

Sommer ist toll, Sonne macht glücklich und je wärmer es wird, desto besser. In Deutschland beginnt die Grillsaison neuerdings im März und in der Nordsee schwimmen Tintenfische. Doch daran stört sich niemand. In anderen Teilen der Welt ist der Klimawandel jedoch schon längst bedrohlich geworden. In Bangladesch versinkt das Land. Die Küste wird einfach weggespült, die Felder versalzen durch Überschwemmungen. Und die Menschen fliehen - auf der Suche nach Sicherheit vor dem Wasser. Hier treffen die Panorama-Reporter Kinder, die bei Regen Alpträume haben, weil ihre Freunde ertrunken sind.

Sek II: Die Biosprit-Lüge

Der von der EU geförderte Biosprit-Boom hat die Existenz vieler Menschen in der sog. Dritten Welt zerstört. Durch den Anbau riesiger Palmöl-Monokulturen wird ihnen ihre Lebensgrundlage genommen. Um nicht weiter vom Erdöl abhängig zu sein, fördert die europäische Politik nachwachsende Rohstoffe. Europäische Öle sind trotz Subventionen nicht ausreichend vorhanden, um den Hunger nach Biosprit zu stillen. Deshalb wird Pflanzenöl importiert. Der Anbau von Agrar-Treibstoffen in Ländern wie Indonesien bringt jedoch eine Menge Probleme mit sich. Vertreibung von Kleinbauern und Indigenen, Zerstörung des Regenwalds, steigende Nahrungsmittelpreise und die Verödung des Bodens sind einige der Folgen von groß angelegten Plantagen. „Die Biosprit-Lüge" deckt die Zusammenhänge zwischen Nachfrage, Subventionen, Groß-Konzernen, Profit-Gier und Bevölkerung auf und stellt das Konzept des Imports von Agro-Treibstoffen aus Entwicklungsländern in Frage.

Das Kulturprogramm

frei.wild Impro-Theater-Berlin

Wir fragen euch nach eurem bevorzugten rotaufstrich, nach der absurdesten Ausrede, den Zahnarzttermin zu verpassen, und an welches Tier dich der Nachbar

zu deiner Linken erinnert. Daraus entsteht dann eine Liebesgeschichte. Ein brettharter Punkrock-Song. Ein Horrorhippiewestern. Eine Ruck-Rede an die Nation.
Auf alle Fälle eine Geschichte mitten aus dem Leben, eine, die euch und uns ergreift - Frei im Kopf und wild auf der Bühne!

The Two Slices

THE TWO SLICES (Fabian Cohn und Merlin Pohse), zwei ausgebildete Mimen, nähern sich dem Thema Energie auf eine ganz eigene Weise: Ausgebildet und erfahren

in den verschiedenen Darstellungsformen des Theaters, beziehen sie die ZuschauerInnen aktiv mit ein und inszenieren mit ihnen ein kurzes Stück im Sinne des Theatersports. Interaktiv, humorvoll und spontan werden so Fragen rund um Strom, Konsum und Globalisierung aufgeworfen.

Zirkus-AG der Charlotte Salomon Grundschule

Die Kinder der Zirkus-AG präsentieren mit viel Elan und Energie Kunststücke aus der Zirkuswelt. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Maria Hach jonglieren sie mit chinesischen Tellern, Tüchern und Keulen, führen Diabolos vor und präsentieren choreographierte Tänze. Manege frei für die Zirkus AG - mit voller Energie!

Teatro Trono

„Die Zukunft beginnt heute" ist das Motto von Teatro Trono, einer Theatergruppe ehemaliger Straßenkinder aus El Alto, Bolivien. Was morgen sein soll, das muss
heute beginnen. Ihre Stücke drehen sich um vielfältige Themen: Das Leben in einer Bergbaustadt wie Potosí, die Erlebnisse von Straßenkindern oder alltägliche Szenen, inspiriert von Gesehenem und Erlebtem aus ihrer Heimat Bolivien. Mit ihrer ausdrucksstarken Körpersprache kreiert die Gruppe Bilder auf der Bühne,die die Botschaft der Stücke auch ohne viel Sprache zu vermitteln vermögen.

„Wir sind die Welt - die Zukunft beginnt jetzt" von und mit Chady Seubert & Daniela Dörfel

Im Theaterstück „Wir sind die Welt - die Zukunft beginnt jetzt" treffen wir auf Kati und Dodo. Sie sind beste Freundinnen und haben sich der Rettung ihres Lieblingsplaneten verschrieben - der Erde. Am liebsten treffen sie sich auf dem Müllplatz
am Rande der Stadt. Dort stellen sie fest, dass wir Menschen doch sehr verschwenderisch und unverantwortlich mit unserer Umwelt umgehen. Man könnte eine Menge Dinge tun, sparen oder unterlassen und trotzdem könnten wir ganz modern weiter leben. Schon ein altes afrikanisches Sprichwort sagt: Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, können viele kleine Dinge tun, die das Gesicht der Welt verändern. Wir sind die Welt - die Zukunft beginnt jetzt!

Antonie Armbruster-Petersen

Mit der Methode des Forumtheaters wirft die Gruppe um Antonie Armbruster-Petersen Fragen zu Umweltthemen wie Klimaschutz und Erneuerbare Energien
auf. Die vorgestellten Szenen enden dabei unbefriedigend - nun kommt das Publikum ins Spiel: Die Zuschauenden können sich einwechseln und die SchauspielerInnen ersetzen. Sie zeigen, was sie in der dargestellten, gespielten Situation tun würden - und können so durch ihre Ideen und ihr Handeln das Geschehen

Die Podiumsdiskussion

„Energie - aber wie?"Podiumsdiskussion 2009

Wie umweltfreundlich ist Atomstrom? Was sind Vor- und Nachteile von Wind-, Wasser- und Solarenergie? Wie sieht eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft aus? Diese und andere Fragen diskutieren SchülerInnen der Oberstufe mit VertreterInnen von Greenpeace Energy, Vattenfall Europe und Oxfam. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Armin Massing, Berater beim Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) e.V.

Mittwoch, 4.11.200, 12.30 - 14.00 Uhr,  FEZ-Berli

Einen Bericht über die Diskussion finden Sie/findet ihr im Klimablog von Oxfam

Die Ausstellungen

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) e.V.

Plantación. Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie

Der Klimawandel und steigende Rohstoffpreise heizen die Diskussion um Bioenergie an. Der Agrokraftstoff-Boom führt jedoch (nicht nur) in Lateinamerika zu verheerenden sozialen und ökologischen Folgen, welche anhand von Beispielen aus Brasilien, Kolumbien und Paraguay anschaulich dargestellt werden.

Gesellschaft für Humanistische Fotografie e.V.

Ecuador: Die Kichwa-Indigenen im Amazonasgebiet und ihr Plan zum Schutz des Regenwaldes

Der Regenwald im Amazonas-Gebiet wird durch Ölförderung, Bergbau und Holzeinschlag bedroht. Die Ausstellung dokumentiert das Engagement von Menschen aus Sarayacu, die sich für ein nachhaltiges Gemeindemanagement einsetzen.

Baufachfrau Berlin e.V.

Prima Klima

Die Wanderausstellung Prima Klima für Frauen präsentiert unterschiedliche berufliche Karrieren von neun Frauen mit ihren beruflichen Werdegängen, ihren Einschätzungen und ihren Perspektiven. Sie stellt Erneuerbare Energien als einen Bereich heraus, in dem nicht nur IngenieurInnen, sondern auch zahlreiche andere Berufsprofile in der Forschung, Entwicklung, Planung und Beratung gefragt sind.

Links und Materialien zum Thema Energie