Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm (benbi) 2006

auf der Messe Import Shop Berlin 15. - 19. November

Total Global- Total Egal?

Unsere Umwelt in der Einen Welt

Dies ist das Motto des Entwicklungspolitischen Bildungsprogramms bei der Import Shop Messe in Berlin. Was habe ich mit dem Regenwald in Brasilien zu tun? Und überhaupt - ist doch gar nicht schlecht, wenn's bei uns etwas wärmer wird. Total egal also? Erde, Luft und Wasser kennen jedoch keine Staatsgrenzen. Wenn südlich des Äquators der Regenwald abgeholzt wird, führt das auch bei uns zur Aufheizung des Klimas. Treibhauseffekt, Verschmutzung der Weltmeere, Verlust der Artenvielfalt - all das wirkt global.

Beim diesjährigen Entwicklungspolitischen Bildungsprogramm werden 26 Nichtregierungsorganisationen aus Berlin und Brandenburg zusammen mit Kindern und Jugendlichen der Frage nachgehen, wie es um die Umwelt in der Einen Welt steht. Globalisierung, Umwelt, nachhaltige Entwicklung: Das sind Begriffe - aber was bedeuten sie eigentlich konkret? Wie verbindet uns die Umwelt mit den Menschen weltweit? Und wie vertragen sich Ökonomie und Ökologie?

SchülerInnen am ASW-Stand 2006

Das Workshopangebot

Afrika-Bildung e.V.
1 Landminen - Tödliche Gefahr in Friedenszeiten!
Nicht nur in Kriegszeiten verseuchen Landminen große Gebiete in Ländern wie Mosambik oder Angola - lebensgefährlich für spielende Kinder. Die Besucher schlüpfen in die Rolle afrikanischer Schüler, die über Gefahren der Landminen aufgeklärt werden. Sie lernen das Leben der Minenopfer kennen.

Al Samar, Hilfe für Frauen und Kinder in Entwicklungsländern e.V.
2 Nomaden im Sahel
Der Weg zum nächsten Brunnen wird in der Sahelzone immer länger; der Grundwasserspiegel sinkt stetig. In einem Nomadenzelt backen die Schüler Fladenbrot, probieren den typischen Tee und erfahren, wie sich das Leben für die Nomaden aufgrund von Wassermangel verändert hat.

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
3 Bäume in Berlin aus aller Welt
Park- und Straßenbäume bilden die grüne Lunge der Stadt. Aber woher stammt eigentlich der Amber-, Ginkgo- oder Tulpenbaum? Die Schüler vertiefen ihr Wissen über die Vielfalt dieser Bäume. Welchen Umweltbelastungen sind sie ausgesetzt? Als Collage gestalten wir mit Naturmaterialien Bäume und Baumbewohner.

Deutscher Entwicklungsdienst (DED) Schulprogramm und Deutsch-Französischer Freundeskreis Dourou (DFFD) e.V.
4 Wasser für Familie Sawadogo
Wie lebt die Familie Sawadogo in Burkina Faso in einem Dorf ohne Brunnen? Die Schüler transportieren Wasser in Eimern und teilen es zum Kochen, Trinken und Waschen auf. Kann so wenig für so vieles ausreichen? Anhand von Pyramiden aus Eimern können wir vergleichen, wie viel Wasser wir bei uns zu Hause verbrauchen.

Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V. (EPIZ)
5 "Globalize it!" Wie das Globale in den Unterricht kommt
Lehrkräfte erhalten hier einen Überblick über das vielfältige Materialangebot zum Globalen Lernen - von der Grundschule bis zur beruflichen Bildung. Sie können sich ausgewählte Themenkoffer, CD-ROMs und Arbeitsmappen näher anschauen und erhalten Tipps für den Einsatz im Unterricht.

Afrikahaus - Werkstatt für Bildung und Integration (Farafina e.V. Future-on-Wings e.V., Prompte Africa)
6 Colour the future! Auf Zukunftssuche in Afrika.
Dem Storchenzug durch Afrika folgend entdecken die Schüler Beispiele einer sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung: Sonnenergie am Victoriasee, Bio-Baumwollanbau in Tansania oder Ur-Rinder im Südlichen Afrika. Sie gestalten Plakate, die für diese zukunftsträchtigen Ansätze werben.

Fördern durch Spielmittel - Spielzeug für behinderte Kinder e.V. und Arbeitskreis der UNESCO - Projektschulen in Berlin
7 Spielen baut Brücken
Wer spielt schon gern mit Dingen, die weggeworfen werden? Die Besucher können ungewöhnliches Spielzeug aus Plastikflaschen, Gummihandschuhen oder Pappresten ausprobieren und erfahren, dass Spielspaß auf der Straße liegen kann. Diese Recyclingspielzeuge erzählen uns von fernen Kulturen.

Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e.V. und der Weltladen „La Tienda"
8 Reis als Rucksacktourist
Reis wächst auf drei Kontinenten - Europa gehört nicht dazu. Woher kommen die Körner, die wir als Risotto, Milchreis oder Reiswaffeln essen, wer baut sie an? Wir packen dem Reis einen ökologischen und einen sozialen Rucksack für die Reise und untersuchen, wie man dessen Gewicht verringern kann.

NKOTA Netzwerk e.V.
9 Wenn die Erde wegrutscht
Was hat das Abrutschen von Berghängen im nicaraguanischen San Dionisio mit unserem täglichen Einkauf zu tun? Wir erfahren von sozialen und wirtschaftlichen Ursachen der Bodenerosion und dem Überlebenskampf der Bergbauernfamilien. An einem Bergmodell lassen wir es regnen, erproben Gegenmaßnahmen und pflanzen selber.

Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) e.V.
10 Auf großem Fuße: Wie viel Natur verbrauchen wir?
Lebensmittel, Kleidung, Wohnung kommen aus der Natur und benötigen dort eine Fläche, z.B. für die Rohstoffgewinnung. Die Schüler bestimmen mit ihrem „Lifestyle" den individuellen Naturverbrauch. Jede/r hinterlässt einen Ökologischen Fußabdruck, durch den wir erfahren, wie unsere Konsumgewohnheiten die Umwelt beeinflussen.

Misereor / Arbeitsstelle Berlin
11 Harte Brocken - Nein zur Kinderarbeit in den Steinbrüchen Indiens!
Bis heute müssen Kinder in den Steinbrüchen Indiens Grabsteine für den deutschen Markt behauen. Die Schüler werden in die Welt der arbeitenden Kinder eintauchen und lernen, was „compassion" bedeutet. Kreativ und ausdrucksstark schreiben oder schlagen sie nachher selbst Zukunft in Stein. Und bringen ganz sicher so manchen Stein ins Rollen...

Terre des Hommes e.V. Arbeitsgruppe Berlin
12 Geht die Vielfalt am Mekong den Bach hinunter?
Der mächtige Mekong-Fluss ist bisher noch ungezähmt, soll jedoch kanalisiert werden, um ihn kommerziell nutzbar zu machen. Der vermehrte Handel nützt angeblich allen. Die Schüler schlüpfen in die Rolle einheimischer Bauern und Fischer und befragen das Schicksalsorakel, was ihnen die Zukunft bringt.

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e. V.
13 1, 2 oder 3... letzte Chance vorbei.
Wie viel Sauerstoff produziert ein Hektar Regenwald? In welchem Land verbrauchen die Menschen am meisten Wasser? Was haben wir mit vergifteten Böden in Nicaragua zu tun? In einem interaktiven Quiz lernen die Schüler globale Auswirkungen von Umweltsünden kennen. Gemeinsam überlegen sie, was jeder im Alltag für den Schutz der Erde tun kann.

Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW) e.V.
14 Mach mit! - Mach's nach? - Mach's besser!
Fleischverzehr ist in vielen Ländern nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen guten Lebens. Hierzulande sorgt die tägliche Currywurst dafür, dass anderswo Regenwald abgeholzt wird. Mit einer "Jagd nach dem Schnitzel" setzen sich die SchülerInnen mit der Problematik auseinander.

Mama Afrika e.V.
15 Umweltbildung unterm Baobab-Baum
Gemeinsam bauen die Besucher nach afrikanischem Vorbild Nützliches aus Altmaterialien und Abfallstoffen. Unter einem Baobab-Baum überlegen sie sich, wie sie die Probleme ihres Dorfes lösen können. Nach altem Brauch werden gleichzeitig die Haare geflochten.

missio - Berlin (ausgefallen)
16 „Ja logo! Fair und ökologisch"
Karikaturen zum Thema „ökologisch und fair" führen auf humorvolle Weise in die Widersprüchlichkeit des „Normalen", die Wahrnehmung ökologischer und ungerechter Situationen ein. Im Gespräch werden Leitvorstellungen religiös-weltanschaulicher Traditionen reflektiert und eigene Leitbilder erarbeitet.

Weltfriedensdienst e.V.
17 Wenn der Schulbesuch zum Luxus wird...
Was für Perspektiven hat jemand, der nicht rechnen und schreiben kann? Die Schüler machen sich im Rollenspiel mit der Situation Gleichaltriger vertraut, für die gute Bildung unbezahlbar ist. Sie lernen Projekte kennen, in denen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen verbessert werden und tauschen Ideen aus, wie sie selbst aktiv werden können.

Weltladen „A Janela"
18 Öko-fair handeln im eigenen Kiez
Armut ist ein Grund für Umweltzerstörung. Der Faire Handel gibt den Produzenten durch höhere Preise und längerfristige Verträge Planungssicherheit und ermöglicht so nachhaltige, umweltangepasste Produktionsmethoden. Jede/r kann sich daran beteiligen!

Projekt ‚Berliner Bohne' und Interkulturelles Atelier ASET e.V.
19 Die Reise der Berliner Bohne
Auf einem Parcours mit Quiz und Kreuzworträtsel vollziehen die Schüler den Weg des Kaffees von der Ernte bis in die Tasse nach. Sie erleben den harten Arbeitsalltag eines lateinamerikanischen Kaffeebauern, erfahren die ungerechten Weltmarktbedingungen und lernen die Vorteile des Fairen Handels und ökologischen Anbaus kennen.

BAOBAB Infoladen Eine Welt e.V.
20 Krumme Früchte - Goldenes Geschäft?
Im Bananen-Parcours erfahren die Besucher, wie die beliebten „krummen Dinger" angebaut, geerntet und für den Transport vorbereitet werden. Dabei lernen sie, welche Konsequenzen der konventionelle Handel auf dem Weltmarkt für Mensch und Umwelt in den Produktionsländern mit sich bringt.

Das Kinoforum

Kurzfilme zum Thema Umwelt und Entwickung werden präsentiert und diskutiert

Das Kulturprogramm

SchülerInnen und KünstlerInnen werden beim Forum Global Dialogveranstaltungen, Tanzvorstellungen, Interviews, Theater- und Musikdarbietungen zu Umwelt und Entwicklung präsentieren.

Die Ausstellungen

Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (Kate) e.V.

„Wenn ich erst erwachsen bin...Zukunftsvisionen von SchülerInnen aus Nicaragua, El Salvador und Berlin" 

Städtepartnerschaft Kreuzberg- San Rafael del Sur, Nicaragua

„Auf die Perspektive kommt es an!"