Berliner Entwicklungspolotisches Bildungsprogramm (benbi) 2010

08. - 12. November im FEZ-Berlin

Plakat benbi 2012

"Geld Global - Wie bestimmt Geld unsere Welt?"

In diesem Jahr dreht sich beim benbi alles um das Thema Geld: Was kann man mit dem "Chiemgauer" anfangen und wozu sollen Regionalwährungen gut sein? Wie kam es zur  Wirtschaftskrise?

Dies sind potentielle Fragen, die im Rahmen von 20 entwicklungspolitischen Workshops auf dem diesjährigen Bildungsprogramm diskutiert werden. Gemeinsam entdecken Kinder und Jugendliche die Zusammenhänge in einer gloablisierten Welt und bringen ihre eigenes Alltagshandel mit den Lebensumständen von Menschen auf anderen Kontinenten in Zusammenhang.

Das Workshopangebot

Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)

1 Bleiben arme Länder arm?

Mit den Millenniumsentwicklungszielen hat sich die Welt verpflichtet, die globale Armut zu bekämpfen. Spielerisch erkunden wir, ob oder wie diese Ziele erreicht werden können und warum trotz globalen Reichtums noch immer viel Armut herrscht.

Oikocredit Förderkreis Nordost e.V. & ASET e.V. Interkulturelles Atelier Berlin/Brandenburg

2 „Darf es etwas mehr sein?“ Mehr Gerechtigkeit durch umverteilen Mehr Gerechtigkeit weltweit?

Spielerisch reflektieren wir mit SchülerInnen den eigenen Bezug zum Geld, unsere täglichen Bedürfnisse und Existenzfragen. Fallbeispiele zeigen uns, wie Jugendliche in Übersee mit Hilfe von Mikrokrediten neue Wege beschreiten.

Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW)

3 Haste was, biste was. Vom Einfluss des Geldes.

Wer ist eigentlich arm? Wer ist reich? Und welchen Einfluss hat Geld auf ein freies Leben? Am Beispiel eines Frauenprojektes in Indien kommen wir der Verbindung von Geld, Rechten und Freiheit hier und dort auf die Schliche.

Afrika-Bildung e.V.

4 Bildung und Geld

Am Bespiel von kooperativen Kreditsystemen, zu denen sich Familien in Teilen West-Afrikas zusammengeschlossen haben, zeigen wir, wie Kindern der Schulbesuch ermöglicht wird. Die Wirksamkeit und informelle Struktur dieser Kreditsysteme wird spielerisch erkundet.

Mama Afrika e.V. & Future-on-Wings e.V.

5 Kaurigeld – eine alternative Währung/ Was verbinde ich mit Geld?

Wie bezahlte man eigentlich, bevor es Münzen und Scheine gab? Dieser Frage gehen wir mit der Grundschule am Beispiel der Kaurimuscheln auf den Grund. Mit der Mittel- und Oberstufe knüpfen wir Assoziationsketten. Was verbinde ich mit Geld? Zu zweit sammeln wir Sprichwörter, Fotos und Infos und verbinden sie mit Geld, Macht, Freiheit und Glück.

PEPP-Berlin e.V. (Partner für Events, Programme und Projekte)

6 Regionalgeld – Alternative für Nachhaltige Entwicklung?

Was ist Geld wert? Kann es einfach durch eine alternative Währung ersetzt werden? Durch Vergleich mit der eigenen Erfahrung soll die Funktion des Geldes erklärt werden.

Afrika Haus Berlin, Farafina e.V.

7 Der Afro als gemeinsame Währung für Afrika?

Auf der Berliner Afrika-Konferenz teilten die Kolonialmächte 1884 Afrika formal unter sich auf. Mit drastischen Folgen. Heute suchen PanafrikanistInnen wie FöderalistInnen nach Konzepten den Schaden zu begegnen. Wäre die Einführung des Afro ein Weg zur wirtschaftlichen Stärkung des Kontinents?

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL)

8 Crash, Boom, Bang – wie kann ein Staat Pleite gehen?

Was tun, wenn der Geldautomat kein Geld mehr ausspuckt? Der drohende Staatsbankrott Griechenlands ist in aller Munde. Argentinien hat 2001 eine ähnliche Krise durchlebt. Wir lernen kreative Lösungswege Argentiniens kennen: Fantasiewährungen, Tauschringe, Proteste ...

Watch Indonesia! e.V. Für Demokratie, Menschenrechte und Umwelt in Indonesien und Osttimor

9 Menschen aller Wälder vereinigt Euch – Geld kann man weder atmen noch essen!

Die Regenwälder Indonesiens sind längst in den Fokus der Märkte geraten. Wald wird als Ware gehandelt. Welche Folgen hat das für Menschen und Umwelt? Wie könnte eine nachhaltige und gerechte Nutzung aussehen? Gemeinsam suchen wir nach Antworten.

First Aid for Wonderful Nature (F.A.W.N.)

10 Das Geld aus dem Wald

Der Regenwald ist durch Abholzung und Verschmutzung bedroht. Das hat Folgen für die Artenvielfalt, den Wasserhaushalt und das Klima unseres Planeten. Wir zeigen wirtschaftliche Zusammenhänge auf, die dahinter stehen. Welches Verhalten zeigen Unternehmen vor Ort und welche Folgen hat ihre Firmenpolitik?

Commit Berlin e.V.

11 Wer verdient was? – Wertschätzung von (Lohn-)Arbeit

In unseren Workshops stehen Fragen rund ums Thema „Einkommen und Verteilungsgerechtigkeit“ im Mittelpunkt. Wie hoch ist das Einkommen in verschiedenen Berufen? Inwiefern sind Unterschiede in der Entlohnung von Arbeit gerechtfertigt? Wie könnte eine gerechtere Verteilung aussehen?

Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V. (KATE)

12 Wenn Mutti früh zur Arbeit geht … – Lohnarbeit weltweit …

verdient sie dann genauso viel wie andere Mütter? Und was heißt eigentlich verdienen? Anhand eines Beispiels lernen wir, was Arbeit und Geld bedeuten und überlegen, warum es Unterschiede gibt.

Promote Africa e.V., Initiative für Integration & Entwicklung

13 Landflucht und Verslumung

Globale Marktpolitik verändert lokale Wirtschaftsstrukturen und Bedürfnisse der Menschen. Wanderarbeit, Landflucht und Verslumung gehören zu den Folgen. Wie kann man dieser Entwicklung gegensteuern? Dieser Frage möchten wir mit eigenem Bild- und Arbeitsmaterial nachgehen!

Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit e.V. (GSE)

14 Wer braucht schon ein Portemonnaie – Vom Leben am Limit

Wie bezahlt(e) man ohne Geld? Wie lebt man mit wenig Geld? GrundschülerInnen lernen Überlebensstrategien aus Indonesien kennen und arbeiten mit Bildern und Spielzeugen. Die Älteren gehen der Geschichte und dem sich wandelnden Aussehen des Geldes am Beispiel Simbabwes auf den Grund.

ASA – Programm

15 (All)Tag ohne Geld Wie viel Geld brauchst du zum Leben?

Kennst du das Gefühl, zu wenig zu haben? Wir arbeiten für einen Lohn, sparen für ein neues Handy und haben dabei meist Geldsorgen. Woher kommt der Wunsch, stets mehr haben zu wollen? Wir befassen uns mit diesen Fragen und suchen nach Alternativen 

Städtepartnerschaft Berlin-Kreuzberg /San Rafael del Sur

16 Arm - ärmlich - armselig?!

Jeld alleene macht nich glücklich, man muss ooch wat haben! Was brauchen wir, um ein gutes Leben zu führen? Welche Rolle spielt Geld dabei? Und was heißt eigentlich „arm"? Diesen Fragen wollen wir mit Bildern, Klischees, Sprüchen und geborgten Standpunkten auf den Grund gehen.

BAOBAB-Infoladen e.V.

17 Alles Schokolade!

Im Kakao-Parcours erleben die SchülerInnen, wie aus Kakao und Zucker Schokolade wird! Was machen Kakao-ArbeiterInnen und wie kommt die Leckerei nach Deutschland? Wer uss wie viel dafür bezahlen? Zudem werden der Faire Handel/ Faire Preise sowie Ideen der Nachhaltigkeit vorgestellt.

Projekt Stadtkaffee „Berliner Bohne"

18„Alles aus Zucker - ist das teuer?" oder „Macht billiger Kaffee arm?"

GrundschülerInnen reisen vom Supermarkt zu den ProduzentInnen des Rohrzuckers. Mittel- und OberstufenschülerInnen erforschen die Auswirkungen des Kaffeepreises auf die Lebens-bedingungen von KaffeeanbauerInnen. Mit allen Sinnen erleben sie dabei, was Fairer Handel bedeutet.

Freunde des FEZ e.V.

19 Was kostet die Bohne? Kakao- & Kaffee-(Preis-)Geschichten

Kakao & Schokolade: süße Verführungen, Kaffee: Lieblingsgetränk der Deutschen! Aber woher kommen sie, wie werden sie angebaut, verarbeitet und wer verdient was an den köstlichen Bohnen? Begebt euch auf die Spuren des „braunen Goldes der Azteken" und ermittelt (faire) Preise für Kaffee!

FairBindung e.V.

20 Ein Euro auf Reisen

Wer verdient wie viel an meiner morgendlichen Tasse Kaffee oder an der Schokolade, die ich esse? Was passiert mit meinem Geld? Anhand partizipativer Methoden haben SchülerInnen die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Konsumverhalten
und deren Auswirkungen auseinanderzusetzen.

Der Workshop für PädagogInnen

EPIZ und DED Schulprogramm

Was bedeutet eigentlich arm? Wen bezeichnen wir als reich? Braucht Entwicklung immer Geld? Diesen Fragen wird in einer Mischung aus multimedialer Präsentation, Diskussion, Übungen und Gruppenarbeit mit Expertinnen, die in Ländern des Südens vielfältige Erfahrungen gesammelt haben, nachgegangen. Zudem werden Materialien und Methoden vorgestellt, die Sie bei der pädagogischen Umsetzung des Themas im Unterricht einsetzen können.

Was ist Solidarökonomie? (Silke Tribukait)

Mo, 8.11.10 12.30–15.00 Uhr + Di, 9.11.10 12.30–15.00 Uhr  

In Tauschsystemen, Talentbörsen, alternativen, lokalen Währungen, Konsumoder Produktionsgenossenschaften findet die Solidarökonomie ihren Ausdruck als sozialkulturelle Alternative zu Geldwirtschaft und Erwerbsarbeit. Spielerisch erfahren Sie „geldlose“ Entwicklungsmöglichkeiten, die nicht nur für „Entwicklungsländer“ interessant sind.

Fairer Handel – ein Instrument zur Armutsbekämpfung? (Kurt Damm)

Di, 9.11.10 9.30–12.00 Uhr +  Fr, 12.11.10 9.30–12.00 Uhr

Der Faire Handel bietet hervorragende Möglichkeiten, sich für eine gute Sache zu engagieren. Aber was bedeutet Fairer Handel für KleinbäuerInnen? Ist er ein wirksames Instrument, um Armut zu bekämpfen? An ausgewählten Beispielen erarbeiten wir Möglichkeiten und Grenzen des Fairen Handels.

Uhr Arm und Reich – das ist nicht überall gleich! (Virginia Hetze)

Mi, 10.11.10 9.30–15.00 + Do, 11.10.10 9.30–15.00 Uhr

Ausgehend vom Alltag in Simbabwe und Deutschland erforschen wir mit einer an die Grundschule angepassten Methodik die unterschiedlichen Lebensrealitäten in Nord und Süd. Die Frage, was Armut und Reichtum eigentlich bedeuten, steht dabei im Mittelpunkt.

Does money make the world go round? (Robin Stock)

Fr, 12.11.10 13.30–16.00 Uhr 

Wir lernen das pädagogische Selbstverständnis des Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms (ENSA) und dessen Zusammenarbeit mit NRO (hier: FairBindung e.V.) kennen. Am Beispiel von „Wir spielen Welt“ gelingt ein spielerischer Einstieg in das Thema Geld und globale Ungleichheit. 

Das Kinoforum

Grundschule: Deweneti – Irgendwo in Afrika

Im Stil eines modernen Märchens erzählt die Regisseurin Dyana Gaye die Geschichte von Ousmane, der in Dakar, der Hauptstadt des Senegals lebt. Dort verdient er sich auf geschickte Art und Weise seinen Lebensunterhalt: Er verkauft seine Dienste, indem er verschiedenen Personen verspricht, für sie zu beten, ihre Wünsche bei Gott anzumelden und dafür zu sorgen, dass sie sich erfüllen. Obwohl sie seinen Trick durchschauen, verfallen die Angesprochenen Ousmanes Charme und geben ihm Geld oder Essen. Als Ousmane in einem Spielwarengeschäft eine Schneekugel mit dem Weihnachtsmann entdeckt, schickt er selber einen Wunsch zum Himmel. Von nun an beschließt er, die Wünsche seiner Kundschaft ernst zu nehmen und sie in einem Brief an den Weihnachtsmann festzuhalten.

Sek I: Balljungs – Woher kommen unsere Fußbälle?

Assan und Sagir leben in Sialkot in Pakistan, wo jährlich rund 20 Millionen Bälle für alle großen Sportartikelhersteller produziert werden. Auch die beiden Jungen arbeiten in der Fußballproduktion. Sie beginnen früh am Morgen mit dem Zusammennähen von Lederfußbällen. Ganze vier Bälle schaffen sie jeder pro Tag und verdienen dafür durchschnittlich 0,50 Euro pro Ball – Geld, auf das ihre Familie dringend angewiesen ist. Assan und Sagir erzählen von ihrem Alltag, ihren Sorgen, Nöten, Hoffnungen und ihren Erfahrungen als Teilnehmer eines Schulprogramms der ILO, welches sich speziell an Kinder aus der Fußballproduktion wendet. 

Sek II: Wie entsteht eine Finanzkrise?

Die Finanzmarktkrise hat sich zu einer globalen Wirtschaftskrise zugespitzt. Weltweit meldeten Banken milliardenschwere Verluste und Regierungen versuchen den Zusammenbruch des gesamten Systems zu vermeiden. Wie konnte es dazu kommen? Und was haben bankrotte Hauskäufer in den USA mit deutschen Banken zu tun? Der Film erklärt mit vielen anschaulichen Trickanimationen Zusammenhänge und die Chronologie der weltweiten Pleite und zeigt, wie es zum Domino-Effekt auf den internationalen Finanzmärkten kommen konnte. Ein ähnliches Phänomen hat es in der Geschichte schon einmal gegeben - die Tulpenkrise im Holland des 17. Jahrhunderts, die viele Menschen in den Ruin trieb. 

Die Podiumsdiskussion für Sek II-SchülerInnen

„Finanztransaktionssteuer - Lernen aus der Krise oder Scheinalternative?"

Podiumsdiskussion 2009

Hier haben SchülerInnen der Sek II die Gelegenheit, mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Vor- und Nachteile der Finanztransaktionssteuer zu diskutieren und ihre eigenen Fragen an die Podiumsteilnehmenden zu stellen. Die SchülerInnen lernen Auffassungen verschiedener Interessensgruppen kennen und können diese kritisch hinterfragen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Fachleuten und anderen
TeilnehmerInnen eine eigene Meinung zum Thema zu bilden und die Diskussion durch ihre Fragen und Kommentare aktiv mitzugestalten.

Teilnehmende

Werner Landwehr, Leiter der GLS Bank Berlin, Elisabeth Raiser, Vorstandsvorsitzende des Vereins Oikocredit Förderkreis Nordost sowie Dr. Albrecht Sommer von der Deutschen Bundesbank stellen sich den Fragen der Jugendlichen und erläutern ihren Standpunkt. Moderiert wird die Diskussion von Armin Massing, Berater beim Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) e.V..  

 

Das Kulturprogram

Für Geld kriege ich alles!? Ein Forumtheater

Gemeinsam Ideen entwickeln und sie sofort „in die Tat“ umzusetzen, dazu laden wir mit unserem Forumtheater ein. Die präsentierten Szenen dürfen verändert und die Ideen gleich ausprobiert werden. Das Publikum bestimmt die Lösung des Problems. Wir sind gespannt!

Roter Flohmarkt

Die Glücksfee dreht das Glücksrad und offeriert eine Auswahl von Tanz und Performance Short Cuts, die sich alle um das Thema Geld drehen und wie man dazu kommen kann - fair oder nicht fair verrät euch die Glücksfee.

Das Einzige, was wirklich glücklich macht: viel GelB auf einer Bank – Daniela Dörfel & Chady Seubert

Kati möchte die Welt retten. Sie möchte, dass Losero in Kenia auch ein Auto hat und nicht mehr laufen muss. Zudem wünscht sie sich, dass er Strom aus der Steckdose und Wasser aus der Leitung bekommt. Er soll alles haben, was wir in Deutschland auch haben. Sie geht zur alten Laube, wo sie schon so manches Experiment und Abenteuer mit ihrer besten Freundin Dodo bestanden hat. Immer wieder gibt es Leute, die kostbare, wieder verwertbare Dinge auf dem verlassenen Platz abladen: heute sogar eine alte gelbe Bank. Als Kati diese Bank entdeckt kommt sie auf die Idee, eine Bank zu gründen, so richtig, mit Zinsen und woran eben sonst eine Bank so verdient. Dann hätte sie ganz viel Geld. Und Geld regiert die Welt. Mit Geld kann man sich alles kaufen. Also kann sie damit wohl auch die Welt retten und Losero glücklich machen??! 

Besuch aus Nonmonetia – Theater aus dem Koffer gUG und Opera aperta GmbH

Werte sind konstitutive Elemente jeder Gesellschaft. Prallen sie aufeinander, müssen sie neu definiert werden. Tixi und Xufuh, Bewohner Nonmonetias, leben außerhalb unserer Wertvorstellungen. Sie sind mit ihrem Raumschiff auf der Erde gestrandet. Im interaktiven Zusammenspiel mit dem Publikum müssen sich die beiden also auf neue Werte einlassen. Dabei sind sie auf die Hilfe der Teilnehmenden angewiesen, die als BeraterInnen fungieren und zugleich die Tausch- und Zahlungsmittel sind. Ob Tixi und Xufuh sich hier auf der Erde zurechtfinden und ihr Raumschiff reparieren können, hängt also ganz allein von den Entscheidungen der ZuschauerInnen ab.

Improtheater frei.wild – frei im Kopf und wild auf der Bühne!

„Wir fragen Sie nach Ihrem bevorzugten Brotaufstrich, nach der absurdesten Ausrede, den Zahnarzttermin zu verpassen und an welches Tier Sie der Nachbar/die Nachbarin zu Ihrer Linken erinnert. Daraus entsteht dann eine Liebesgeschichte. Ein brettharter Punkrock-Song. Ein Horrorhippiewestern. Auf alle Fälle eine Geschichte mitten aus dem Leben!“ Improtheater entsteht im Hier und Jetzt. Nach Vorgaben aus dem Publikum entwickeln die SpielerInnen von frei.wild aus dem Stegreif Szenen, Lieder und Geschichten. Es wird aus der Hüfte geschossen, der Moment gefeiert. Vor den Augen der Zuschauenden entfaltet sich in allen Farben das Drama des Lebens. Besonders die komischen Farben! Jede Show ist stets Generalprobe, Premiere und letzte Aufführung zugleich. 

Die Ausstellungen

Kampagne Rauchzeichen

Big Tobacco: Profits & Lies – Tabakanbau im globalen Süden

80% des global gehandelten Tabaks wird in den Ländern des globalen Südens angebaut. Unter welchen Arbeitsbedingungen, mit welchen Umweltfolgen und vor allem welchen marktwirtschaftlichen Mitteln Tabakkonzerne ihre Gewinne machen, beleuchtet diese Ausstellung in anschaulichen Bildern.

 

HelpAge Deutschland e.V.

Schuften bis zum Umfallen

Die Ausstellung macht mit beeindruckenden Bildern des mit dem World Press Photo Award ausgezeichneten Photographen Antonio Olimos auf die schwierige Arbeits- und Lebenssituation alter Menschen aufmerksam. Portraitiert werden 6 Personen bei ihrer Arbeit in Bangladesch, Uganda und Peru. 

Schirmherr

Grußwort des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Schirmherr des Berliner Entwicklungspolitischen Bildungsprogramms (benbi) 2010

"Liebe Besucherinnen und Besucher des Berliner Entwicklungspolitischen Bildungsprogramms, liebe Schülerinnen und Schüler,

das diesjährige Jahresthema der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein guter Anlass, um sich auf spielerische aber auch nachdenkliche Weise mit dem Thema Geld zu beschäftigen. Das 11. Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm füllt mit diesem Motto eine ganze Woche. Viele Schulklassen und Kurse kommen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und sind offensichtlich sehr aktiv in den Workshops und Diskussionen beteiligt. Über dieses Interesse freue ich mich sehr.

Es gilt unterschiedlichste Zusammenhänge rund um das Thema Geld zu entdecken, deshalb ist das diesjährige Jahresthema der UN-Dekade auch so spannend und herausfordernd zugleich. Der Rundgang durch das Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm zeigt dies auf eine sehr beeindruckende Weise, indem der Schwerpunkt insbesondere auch auf globale Zusammenhänge gelegt wird. Das Motto „Geld global - wie bestimmt Geld unsere Welt?“ ermöglicht besonders entwicklungspolitische Fragen in den Mittelpunkt zu stellen. In den Workshops, Ausstel-lungen und Diskussionen ergeben sich viele Möglichkeiten über den Umgang mit Geld nachzu-denken. Unsere Welt auch für die nächste Generation lebenswert zu erhalten und zu gestalten, bedarf des intensiven Nachdenkens über den Umgang mit Geld, vom Taschengeld bis zum Staatshaushalt, dem Vermögen großer Konzerne oder Banken. Die Themen können also spannender und aktueller nicht sein und sie helfen, unsere Welt zu verstehen und zu gestalten.

Dass sie so interessant angeboten werden, ist den über zwanzig hier vertretenen Nichtregierungsorganisationen zu verdanken, die in Berlin auch eine gute Zusammenarbeit mit vielen Schulen pflegen. Ihnen möchte ich meinen herzlichen Dank für ihr Engagement und die vielfältigen Angebote aussprechen, ohne die das Bildungsprogramm nicht denkbar wäre. Mein Dank gilt auch KATE e.V. – der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung, die das Berliner Entwicklungspolitischen Bildungsprogramms bereits seit 2002 koordiniert und die NGOs sowie interessierte Lehrkräfte im Rahmen der Veranstaltung berät. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Ideen und interessante Angebote für die Berliner Bildungsland-schaft und den Besucherinnen und Besuchern zahlreiche gute Erkenntnisse.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner"

Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin