Demokratie lernen in El Salvador

Projektlaufzeit 1. April 2008 - 31.März 2010

Ziel des von der Stiftung Nord-Süd-Brücken geförderten Projekts "Demokratie lernen - Bürgerbeteiligung in El Salvador" ist der Aufbau von Strukturen, durch die die ländliche Bevölkerung im westlichen Teil El Salvadors unterstützt wird, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und bei dieser Verbesserung selbst aktiv mitzubestimmen.

Im Mai 2008 veröffentlichte unser Kooperationspartner ADEMUZA (Asociación para el Desarrollo Municipal "Zunca-Aguijuyo"), das Projekt, um im nächsten Schritt die zukünftigen „Líderes Comunales" (lokale Führungspersönlichkeiten) für die Teilnahme am Projekt auszuwählen.

TeilnehmerInnen des Umweltseminars

Die Arbeit begann in den Kantonen „La Joya", „El Zapote" und „El Chayal". Bei Besuchen von ADEMUZA in den Kantonen wurde das Projekt vorgestellt. Dabei wurden die Hintergründe des Projektes, die Entstehungsgeschichte, die Finanzierung durch KATE e.V. sowie die Stiftung Nord-Süd-Brücken und der geplante Ablauf des Projektes mit den Zielen des Projektes sowie den gewünschten Wirkungen für die Gemeinden vorgestellt. Durch persönliche Gespräche mit den Familien im ländlichen Raum und Versammlungen wurden potentielle „Líderes" identifiziert. Im Anschluss wurden auf der Basis der gesammelten Informationen in Frage kommende Personen direkt angesprochen und Interviews mit ihnen durchgeführt.

Die beteiligten Gemeinden und ausgewählten Personen wurden noch einmal genauer über die Projektinhalte und zur Verfügung stehenden Materialien informiert. Eine erste Gruppe von 28 Personen ist 2008 ausgebildet und am 28. Oktober 2008 in einer offiziellen Zeremonie „verabschiedet" worden. Darüber hinaus wurde eine Gruppe von 15 Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren gebildet, die als „Umweltjugend" das Projekt begleitet und logistisch und bei der Dokumentation unterstützt. Hauptziel ist aber, auch diesen Jugendlichen den Zugang zu den Seminaren zu ermöglichen und sie als „lokale Demokratie- und UmweltmultiplikatorInnen der Zukunft" auszubilden.
Die Seminare finden sonntags von 8:00 bis 12:00 Uhr im Haus des Lehrers, einem großen und angenehmen Ort, statt.

Während der Woche finden Besuche in den Gemeinden statt, wobei die behandelten Themen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Gemeinsam mit den Bewohner*innen werden Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Notwendigkeiten in der Gemeinde identifiziert und Projektideen entwickelt. Im Rahmen dieser Gespräche werden auch weitere Personen zur direkten Teilnahme am Projekt motiviert.
Im September 2008 wurden die Teilnehmer*innen der ersten Gruppe gebeten jeweils 5 Personen zu nennen, die sie im Rahmen der Projektarbeit in ihrer Gemeinde als geeignete MultiplikatorInnen erkannt haben. Diese Kandidat*innen bilden die Basis für die Auswahl der Teilnehmer*innen der zweiten Ausbildungsrunde.
Eine Wirkung des Projektes zeigt sich in einem verbesserten Management (gestión) bei der Durchführung von lokalen Projekten. Die Ausbildung hat bei lokalen Basisorganisationen zu einer Steigerung der Selbstorganisation geführt. Wie sich zeigt, trifft das Projekt genau den Bedarf der ländlichen Gemeinden und zeigt bereits jetzt seine Multiplikator*innenwirkung.