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Ökologischer Fußabdruck
Ein Fußabdruck ist das, was unsere Füße, die unser Gewicht tragen, auf dem Untergrund hinterlassen. Was hinterlässt die Menschheit für einen "Eindruck" auf der Erde? Was drücken wir ihr auf?
Globale Nachhaltigkeit
Im Ökologischen Fußabdruck werden alle von uns verwendeten Rohstoffe und Güter als Fläche dargestellt und summiert. Dabei werden die Flächen errechnet, die wir für Nahrung, Siedlung und Straßen, Waldnutzung, Meeresnutzung (Fischfang) und Energienutzung in Anspruch nehmen.
Er setzt sich also aus vielen Teilflächen für die verschiedenen Lebensbereiche zusammen. Je mehr Güter und Rohstoffe wir für unsere Lebensgestaltung benötigen, um so größer wird unser Ökologischer Fußabdruck. In einigen reichen Ländern ist er um das Vielfache größer als die Fläche (genauer die Biokapazität), die das jeweilige Land zu bieten hat. Die eigenen Flächen werden also übernutzt und dabei dauerhaft geschädigt, oder es werden Flächen in anderen Ländern beansprucht.
Mit den Aktionseinheiten Nahrungs- und Energie-Fußabdrücke kann die Arbeit mit dem Ökologischen Fußabdruck vertieft und auf den internationalen Vergleich des Ressourcenverbrauchs in einem spezifischen Bedürfnisfeld unseres Konsums konzentriert werden. Auch hier bieten sich viele Möglichkeiten, die Methoden in eine bereits entwickelte Arbeitsweise einzubinden.
Als Ergänzung und Belebung der oben beschriebenen Aktionen haben wir Namensschilder mit den Länderfahnen und Ländersteckbriefe mit Informationen zum jeweiligen Land als Vorlagen vorbereitet. Diese können in Gruppen zum Einsatz kommen, wenn die TeilnehmerInnen jeweils einen eigenen Ökologischen Fußabdruck eines Landes erhalten und damit arbeiten. Hierdurch wird die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Land, die Diskussion von Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit sowie die Kommunikation insgesamt angeregt.
Das Menüspiel ist eine sehr einfache und anschauliche Möglichkeit, die Auswirkungen der verschiedenen Produktionsweisen für Nahrungsmittel auf unsere Umwelt darzustellen. Sowohl der Unterschied zwischen ökologischem und konventionellem Anbau als auch der Flächen/ Ressourcenbedarf für die Fleischproduktion werden verdeutlicht.
Mit der Unterrichtseinheit zu internationalen Vergleichs der Energieverbräuche bietet das Handbuch ein spezielles Angebot für LehrerInnen. Vorschläge für interaktives Lernen und Aktionen mit dem Ökologischen Fußabdruck wie z.B. Projektwochen oder für Schulfeste werden hier unterbreitet.
Vorbereitung
Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass die Einarbeitung in das Thema mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Vor allem die Umsetzung und Berechnung von Rohstoffmengen und Gütern in die Fläche und deren Zusammensetzung erschließt sich nicht sofort. So anschaulich das Instrument des Ökologischen Fußabdruck am Ende ist, so komplex ist seine Erstellung. Für die Einarbeitung sind die mitgelieferten Hintergrundmaterialien eine gute Hilfe.



