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Kleidung
Kleidung ist unsere "zweite Haut" und nimmt häufig einen sehr hohen Stellenwert für unserer Selbstbewustsein ein. Mit einem jährlichen Konsum von etwa 18 kg Kleidung und ca. 27 kg Textilien (inklusive Teppiche und Gardinen) liegt Deutschland an der Weltspitze des Textilkonsums.
Bei so hoher Nachfrage ist Kleidung selbstverständlich auch ein Riesengeschäft. Die Frage ist für wen und auf wessen Kosten.
Die Aktion Kleiderwiegen vermittelt eindrucksvoll, wie umfangreich unser Konsum an Kleidern ist und regt zum Nachdenken darüber an, inwieweit wir uns einem Modediktat unterwerfen wollen und wie wir verantwortungsbewusster beim Kaufen und Tragen von Kleidern vorgehen können.
Die Nähwerkstatt ist eine Einheit zum Aktionslernen, bei der TeilnehmerInnen in die Rolle der Näherinnen schlüpfen und unter starkem Druck in höchster Geschwindigkeit nähen müssen, für einen Lohn, von dem sie sich nicht viel kaufen können. Die Designer und Produzenten dagegen können es sich gut gehen lassen. Diese Aktionseinheit kann in Abwandlung auch als Straßentheater einen Eindruck bei den Zuschauern hinterlassen.
Das Gucklochtheater ist eine Aktion für die Öffentlichkeit, bei der beispielsweise Passanten oder Besucher einer Ausstellung Zeugen der harten und ungerechten Arbeitsbedingungen in den Ländern des Südens werden.
Eine Jeans zerschneiden ist ungewohnt und kann lustig sein, doch wenn man dabei feststellt, wie klein der Lohnanteil für die Näherinnen und wie groß der Teil für den Handel und die Markenfirma am Kaufpreis ist, regt es zum Nachdenken an. In den Materialien finden sich Plakate, die die einzelnen Verdienstanteile am Kaufpreis für eine Jeans und einen Turnschuh verdeutlichen.
KonfirmandInnen einer Berliner Gemeinde haben einen Festgottesdienst FAIRkleiden gestaltet, der hier ebenfalls dokumentiert ist. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Hintergrundmaterialien.




