Logoparticipa!eco

Idee des Projekts

Im Rahmen einer von KATE organisierten ECOVISION-Tagung hat sich 1999 aus einer Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die heutige participa!eco-Gruppe gebildet. Das Programm wurde von 7 Gemeinden in Lateinamerika und Europa getragen. In jeder Gemeinde sind waren drei Zielgruppen am Prozess beteiligt:

  • Lokale Verwaltung und Regierung
  • Bürger/innen
  • NGOs

Jede der drei Gruppen übernahm bestimmte Aufgaben, um das Gemeindeleben positiv zu beeinflussen. NGOs und Regierungen gaben gemeinsam die Impulse. Die Koordination des Prozesses übernahmen die NGOs - bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Prozess sich selbst erhält. Die Bürger/innen führten im wesentlichen die Pläne aus. Die 7 Gemeinden von participa!eco kammen aus Kuba, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Nicaragua, Deutschland und Spanien.

Hintergrund

Auf der 2.UN-Umweltkonferenz in Rio 1992 wurde gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung gefordert. Das bedeutet, daß die einzelnen Staaten weder auf Kosten der Natur noch auf Kosten anderer Menschen leben sollen. Auch für künftige Generationen soll in diesem Sinn Verantwortung übernommen werden. Zur Umsetzung dieser Forderungen wurde ein Aktionsprogramm vereinbart: Die AGENDA 21. Die Handlungsprogramme, die sich daraus in den Gemeinden ergeben, werden LOKALE AGENDA genannt. Sie sollen ausdrücklich in aktiver und gleichberechtigter Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Regierungen umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang gründete sich Mitte der 90er Jahre auf Initiative von KATE, KED, BROT FÜR DIE WELT, INKOTA und dem BERLINER MISSIONSWERK ein internationales Netzwerk mit ökologischem Schwerpunkt: ECOVISION.participa!eco ist ein Programm, das die Ideen von ECOVISION konkret in Form eines partnerschaftlichen Austauschs umsetzt.

Projektdurchführung

participa!eco wollte BürgerInnen motivieren, aktiv an der Verbesserung des ökologischen Alltagsverhaltens mitzuwirken. Es wurde ein Prozess in Gang gesetzt, durch den die Lebensqualität in Gemeinden Zentralamerikas und Europas verbessert werden solle. Im Mittelpunkt standen der Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen. Wesentlich für den Erfolg der Maßnahmen war dabei der Austausch innerhalb der Gemeinden - sowie auf globaler Ebene, von Land zu Land. 

participa!eco fandet zum einen auf lokaler Ebene statt: jede Gemeinde arbeitete selbständig an ihrem Entwicklungsprozess. Zum anderen war der Austausch aller Gemeinden untereinander auf globaler Ebene von großer Bedeutung. 

In einem ersten Schritt erarbeiten die Gemeinden eine Problemanalyse ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Situation. Daraus ergaben sich die dringlichsten Aufgaben. Als Aktionsschwerpunkte wurden Abfallmanagement und ökologischer Landbau gewählt. Ein reger und gleichberechtigter Kommunikationsprozess bildete die Basis für den Erfolg von Participa!eco: Ein Runder Tisch wurde eingeführt, an dem regelmäßig der Austausch stattfand und Entscheidungen getroffen wurden.  

Bei dem internationalen Austausch galt es, große Entfernungen zu überbrücken. Zu Beginn fand der Kontakt zwischen den Gemeinden ausschließlich per e-mail statt. Generell sollte ein stetiger Informationsaustausch gewährleistet sein. Zwei internationale Koordinationstreffen wurden durchgeführt: Im Jahr 2000 in Antigua, Guatemala, im Jahr 2001 in Berlin. 

PartnerInnen

participa!eco war ein internationales Austauschprojekt der folgenden Organisationen:

  • Asociación Coordinadora Comunitaria de Servicios para la Salud (ACCSS - Guatemala)
  • Asociación para el Desarrollo Municipal "Zunca - Aguijuyo" (ADEMUZA- El Salvador)
  • Asociación para el Desarrollo Municipal (ADM - Nicaragua)
  • Centro de Estudios para el Desarrollo de la Producción Animal (CEDEPA - Cuba)
  • KATE (Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung) ist gleichberechtigter Partner im participa!eco-Prozess. Daneben organisiert und unterstützt KATE die Logistik von participa!eco.