Gemeinsame Projekte an den Partnerschulen

Start des neuen Projektes "Wenn ich erst erwachsen bin..." Zukunftsvisionen von SchülerInnen aus Berlin, El Salvador und Nicaragua

Das Projekt wird zum größten Teil durch InWent (Gesellschaft für internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) aus Mitteln des BMZ gefördert.

Jocelyn B. SmithSchirmfrau:Jocelyn B. Smith, Jazz- und Soulsängerin

Projektidee

Das Projekt sieht vor, an den 3 Berliner Schulen, die eine Partnerschaft zu einer Schule in Lateinamerika unterhalten, mit ausgewählten Klassen einen Wettbewerb zu starten. Die Leitfrage lautet: " Wie stellst du dir deine persönliche und berufliche Zukunft in 10 Jahren vor?". Die Darstellungsform ist offen.

Dieser Wettbewerb wird ebenfalls in den Partnerschulen in El Salvador und Nicaragua durchgeführt, die Ergebnisse werden an den Berliner Schulen und den Partnerschulen zusammengeführt bzw. gegenübergestellt, jeweils in deutscher und spanischer Sprache. Dieser Vergleich bietet eine Reihe von Möglichkeiten zur Diskussion über zahlreiche Themen.

Eine Jury soll in Berlin die Auswahl der besten Werke unterstützen. In der letzten Phase ist geplant, die Ergebnisse im außerschulischen Raum auszustellen und damit die Arbeiten aller beteiligten Schulen zu verbinden.

Kinderzeichnung

"Ich möchte eine Schneiderausbildung machen. Dann muss ich nicht in der Fabrik arbeiten, sondern ich kann in der Schneiderei in unserem Ort mein Geld verdienen. In die Kleiderfabrik, in der meine Mutter arbeitet, möchte ich nicht. Sie verdient dort wenig Geld und muss viele Stunden arbeiten, so dass sie keine Zeit für meine Geschwister hat und ich mich um sie kümmern muss." Maria, 14 Jahre, 7. Klasse, El Salvador

Kinderzeichnung

"Ich möchte Krankenschwester werden. Wenn mir die Arbeit Spaß macht, will ich eventuell Medizin studieren. Meine Schwester studiert auch, sie will Ingenieurin werden. Ich weiß nicht, ob ich einen Ausbildungsplatz bekommen werde. Das ist schwierig. Kinder möchte ich erst mal keine haben." Stefanie, 15 Jahre, 10. Klasse, Berlin

Wer macht mit?

  • Friedrich-Engels-Oberschule, Berlin
  • Bühring-Oberschule, Berlin
  • Langhans-Oberschule, Berlin

Was bietet KATE?

  • Unterstützung bei der Durchführung des Wettbewerbs
  • Gewinnung einer Jury und eines Schirmherren
  • Unterstützung bei der Übersetzung der Werke
  • Koordination des Austausches der Werke von Nord nach Süd und umgekehrt
  • Vernetzung der Berliner Schulen untereinander
  • Organisation der Ausstellung der Werke im außerschulischen Raum
  • Öffentlichkeitsarbeit

Auswahl der Schülerarbeiten und Preisverleihung

Am 6. Januar 2006 traf sich die Jury zur Auswahl der Schülerarbeiten. Diebeteiligten 3 Berliner Schulen haben 107 Arbeiten eingereicht. Es gabGemeinschafts- und Einzelarbeiten in Form von Film, Texten, Zeichnungen undCollagen der Klassen 7 bis 10. Es wurden zur Bewertung der Arbeiten imVorfeld Kriterien erarbeitet, anhand derer die Jurymitglieder die Werkebewerteten. Insgesamt 50 Preise wurden vergeben.

Jurymitglieder:

Dr. Gisela Führing, Dr. Sabine Jungk, Mechthild Lensing, Julia Hermenau, Elise Curo Gutiérrez, Volker Döring, Christa Pöppelmann, Martina Genest

Preisverleihung

Am 14. Februar 2006 fand die Preisverleihung des Wettbewerbes statt. Geladen waren, neben den drei Berliner Schulen, die sich zusammen mit ihrer zentralamerikanischen Partnerschule an dem Wettbewerb beteiligt hatten, auch die Eltern, Lehrer und Freunde der jungen Künstler sowie Vertreter der Botschaft El Salvadors. Die Schirmfrau des Wettbewerbs, Jazz-und Soulsängerin Jocelyn B. Smith, überreichte die Preise und rief in ihrer Rede die Schüler/innen zu Respekt und Individualismus auf.

Durch eine Schülerband und eine Trommelgruppe wurde der Abend musikalisch begleitet. Insgesamt wurden 29 Werke prämiert, darunter ein Sonderpreis des Grips-Theaters, den eine ganze Schulklasse für ein selbstgedrehtes Video erhielt. Andere prämierte Werke waren Texte und vor allem Zeichnungen. Die ersten Preise erhielten die Arbeiten, die neben Inhalt und Form auch durch Originalität, Glaubwürdigkeit und Witz ins Auge fielen.

Grundsätzlich wurden die Werke mit Erlebnispreisen ausgezeichnet, die sich von Workshops der tageszeitung, der Botschaft El Salvadors, der Interkulturellen Gärten und des Umweltbüros Weißensees über Eintritte in das Jüdische oder Botanische Museum bis hin zu Tanzkursen der Schule Maxixe erstreckten.

Auch in kulinarischer Hinsicht war für das Wohl der Anwesenden gesorgt und die Schüler ließen bei lauter Musik ihrer Freude über den Abend bis zu dessen Ausklang freien Lauf.

Hinweis: Ein Klick auf die Vorschau zeigt ein größeres Bild:

Drei Schüler... Drei Schüler der Friedrich-Engels-Oberschule beim Einstimmen auf den Abend.

Jocelyn B. Smith Begrüßung der Schirmfrau Jocelyn B. Smith an die jungen Gäste.

Preisverleihung Stolz nehmen die Schüler ihre Preise in Empfang.

Einige der Schülerarbeiten, die ausgezeichnet worden sind:

Bild: Tisch 1. Platz, Nele Metzner, 8. Klasse, Friedrich-Engels-Oberschule

Bild: Vogel 1. Platz, Lena Brümmer, 8. Klasse, Friedrich-Engels-Oberschule.

Bild: Kollage 2. Platz, Benjamin Girnus, 8. Klasse, Bühring-Oberschule


Bild: Buch 1. Platz, Celina Frobel, 8. Klasse, Bühring-Oberschule

Bild: Langhans 1. Platz, Vivien Runge, 8. Klasse, Langhans-Oberschule

Bilder aus Südamerika:

Lehrerin Lehrerin (Xiomara del Carmen Mayorquin, 9. Platz, San Lorenzo, Nicaragua)

Arzt mit Familie Arzt mit Familie (Danfer Hossiel Duarte Bello, 1. PLatz, San Lorenzo, Nicaragua)

Landwirtin Landwirtin (Erika Beatriz Marin Sándigo, 4. PLatz, San Lorenzo, Nicaragua)


Landwirtin Gynäkologin Camoapa (Cristian Gómez, 4. Platz, Camoapa, Nicaragua)

Landwirtin Ärztin (Yahoska Sargas Mejía, 1. Platz, Camoapa, Nicaragua)

Ausstellung

Aktuell: Eröffnung der trinationalen Bilderausstellung "Wenn ich erst erwachsen bin..." an den Berliner Oberschulen

VeranstaltungsposterUm das Projekt bekannter zu machen, sollten die Bilder an einem Ort gezeigt werden, wo viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Anlässlich des internationalen Weltkindertages am 1. Juni 2006 wurden daher die Preisträgerbilder aus allen drei Ländern, begleitet durch ein umfangreiches Kulturprogramm für Kinder und Jugendliche, in den Schönhauser Allee Arcaden vom 1. bis 3. Juni 2006, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr gezeigt. Der Kindertag ist als Feiertag speziell für Kinder, der ihre Bedürfnisse in das öffentliche Bewusstsein rücken soll, gut als Anlass geeignet, das Thema "Zukunftsvisionen" in den Mittelpunkt zu rücken.

Nach der Eröffnung durch den Bezirksbürgermeister Burkhard Kleinert am 1. Juni fand auch ein Malwettbewerb zum Thema "Zukunftsvisionen - Wenn ich erst erwachsen bin..." für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren statt, an dem Schulklassen aus dem ganzen Bezirk Pankow sowie alle Besucher der Schönhauser Allee Arcaden im Alter von 6-12 Jahren teilnehmen und ihre eigenen Zukunftsträume einbringen konnten. Zur Preisverleihung heizte die nicaraguanische Band "Tania y los Nicas" mit lateinamerikanischen Rhythmen ein. Den ersten Preis, ein Fahrrad, gewann Nelly Talbach, Schülerin der Grundschule am Arkonaplatz. Begleitet wurden die Aktionstage durch ein buntes Bühnenprogramm aus Musik, Tanz und einem Talk zum Thema "Wenn ich erst erwachsen bin, dann werde ich mal... - Zukunftsträume und Ausbildungschancen von Jugendlichen heute", an dem die Bezirksstadträtin Frau Keil, eine Vertreterin von ABB und Pädagogen aus Berlin und Nicaragua gemeinsam mit Schülerinnen diskutierten, welche Chancen Jugendliche in Pankow sowie in El Salvador und Nicaragua auf eine Ausbildungsplatz haben und inwiefern Jugendliche heute überhaupt noch das werden können, was sie sich wünschen.

Talk Gesprächsrunde zum Thema Ausbildung (v.l.: Christine Keil (Bezirksstadträtin Pankow), Margitta Giese (ABB Training Center Berlin GmbH) , Karla Werkentin (Heinz-Brandt-Oberschule), Norma Rivera (Kulturmangerin und Pädagogin aus Nicaragua), Franziska Fischer von der Langhans-Oberschule und Nele Metzner von der Friedrich-Engels-Oberschule)

Preisverleihung mit Jungen Verleihung der Preise durch Rolf Plaza (Schönhauser Allee Arcaden) und Claudia Tietje (MdA)

Fuehrung Herr Kleinert Führung durch die Ausstellung zur Eröffnung, (v.l.: Bürgermeister Burkhard Kleinert, Birgit Eichmann von KATE, Christin Rogge und Nives Rest als Schülerinnen der Friedrich-Engels-Oberschule)

Die Arbeiten der Schüler/innen, insbesondere aus den Partnerländern Zentralamerikas, zeigen einen enormen Tatendrang, Optimismus und den Wunsch zu helfen. KATE möchte, ausgehend von diesen Erfahrungen, im Rahmen der Partnerschaften weiterhin daran arbeiten, dass die Visionen wahrgenommen werden und die Jugendlichen einen Teil ihrer Ziele umsetzen können.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:

Die Sponsoren