Projekttage und Schul-AGs
Im Projektbereich Ein gutes Leben für Alle?! werden Projekttage für Klasse 5 bis 8 und für Klasse 9 bis 12 im Raum Berlin-Brandenburg angeboten. In beiden Formaten werden Ungerechtigkeiten globaler Lieferketten und ihre Alternativen thematisiert. Sie sind in jeweils fünf Lernphasen eingeteilt und haben einen zeitlichen Umfang von 5 x 45 (225) Minuten.
Zudem werden Schul-AGs mit unterschiedlichen Jahrgangsstufen durchgeführt. In 15-20 Terminen beschäftigen sich Gruppen intensiv mit den Projektthemen und setzen diese anschließend in Form eines medialen Beitrags öffentlichkeitswirksam um. Die Ergebnisse vergangener AGs finden Sie hier.
Projekttag Ein gutes Leben für Alle?! – Energie und Rohstoffe in einer global gerechten Zukunft (Klasse 5 – 8)
In dem ersten Abschnitt Aktivierung und Einstieg reisen die Teilnehmenden mit den beiden Kindern Ella und Pedro, die aus dem Jahr 2050 kommen, in die Zukunft. Dort stellen sie einerseits einen persönlichen Bezug zum Thema Ein gutes Leben für Alle her und bekommen andererseits mittels eines Nachrichtenvideos aus der Zukunft einen ersten Eindruck, welche politischen bzw. ökonomischen Veränderungen dafür notwendig sind.
Im zweiten Abschnitt Energie und Rohstoffe – Wer konsumiert auf wessen Kosten? reisen die Teilnehmenden zurück in die Gegenwart und folgen am Beispiel des Video-Streamings einer (Liefer-)Kette vom Abbau von Rohstoffen bis zum Stream. Woher kommen notwendige Rohstoffe? Unter welchen Bedingungen werden sie abgebaut? Welche Auswirkungen haben der Abbau sowie die Produktion elektrischen Stroms für die Umwelt? Anschließend gehen die Teilnehmenden der Frage nach, wie viel Erden der durchschnittliche Lebensstil in ausgewählten Staaten der Erde theoretisch benötigt und kommen so den Ungerechtigkeiten des globalen Wirtschaftssystems auf die Spur.
In Abschnitt 3 War das schon immer so? – Ungerechtigkeit setzt sich fort führt die Zeitreise die Teilnehmenden in die Vergangenheit. Sie verfolgen, wie sich die eben entdeckten Ungerechtigkeiten durch Kolonialisierung, Industrialisierung und Globalisierung herausgebildet haben und bis heute fortbestehen. Sie lernen auch, dass es dagegen stets Widerstand gab und gibt.
Im vierten Abschnitt Zusammen Zukunft bauen – Wege in ein gutes Leben für Alle lernen die Teilnehmenden – zurück in der Gegenwart – bei dem Kooperationsspiel Wege in ein gutes Leben für Alle Initiativen für ein gutes Leben für Alle kennen, die dem Bereich der Energie- und Rohstoffwende zuzuordnen sind. Ausgehend von diesen Ideen und dem Nachrichtenvideo aus Abschnitt 1 entwickeln sie eigene Nachrichten und präsentieren der Gruppe ihre Nachrichten für ein gutes Leben für Alle.
Im fünften und letzten Abschnitt Abschluss und Feedback erhalten die Teilnehmenden Raum, um den Projekttag und Gelerntes zu reflektieren.
Projekttag Ein gutes Leben für Alle?! – Die globalen Folgen unserer Lebensweise am Beispiel alltäglicher Konsum- und Verbrauchsgüter (Klasse 9 – 12)
In der ersten Phase „Einstieg und Aktivierung“ stellen die Teilnehmenden einen persönlichen Bezug zum Thema her und sammeln bei einem Blitzlicht erste Gedanken zu der Frage, was ein gutes Leben für sie bedeutet.
In der zweiten Phase #Globale Ungerechtigkeiten: Was ist gerecht und ungerecht und warum? folgen die Teilnehmenden anhand vier konkreter Beispiele der Lieferkette von Handys, E-Autos, Streaming-Diensten und Textilien. Wo werden die Rohstoffe für diese Konsumgüter abgebaut? Wo werden die Produkte unter welchen Arbeitsbedingungen produziert? Welche Auswirkungen hat ihre Nutzung für die Umwelt? Bei dem Lieferketten-Impact-Game setzen sich die Teilnehmenden mit diesen und anderen Fragen auseinander. Anschließend werden mit Hilfe eines Kartenstrahls historische Ereignisse gelegt, die zu der heutigen Lebensweise geführt haben. Mit einer Übung gehen die Teilnehmenden der Frage nach, was Ungerechtigkeit eigentlich genau bedeutet und wie sie sich anfühlt. Optional und zur Vertiefung können die Teilnehmenden ein Blick in die E-Auto-Lieferkette werfen oder auf eine Spurensuche gehen, dabei werden koloniale Kontinuitäten am Beispiel der Verbrauchsgüter im Lieferketten-Impact-Game aufgezeigt.
In der dritten Phase #Alternativen und Normalität(en) neu denken: Wie kann es auch anders gehen? lernen die Teilnehmenden bei dem Kooperationsspiel „Ein gutes Leben für Alle“ Ideen und Projekte für ein gutes Leben für Alle aus verschiedenen Teilen der Welt kennen und entwickeln erste eigene Ideen.
In der vierten Phase #Eure Projekte: Was können wir gemeinsam tun? setzen sich die Teilnehmenden mit Handlungsmöglichkeiten auseinander. Sie sammeln eigene Ideen und Projekte für ein gutes Leben für Alle und erarbeiten einen Aktionsplan. Alternativ können Zukunftsvisionen für ein gutes Leben für alle erarbeitet werden. Bei mehrtägigen Projekttagen können Teilnehmende auch ihr eigenes kooperatives Kartenspiel entwickeln.
In der fünften Phase „Abschluss und Feedback“ gibt es für die Teilnehmenden Raum, um den Projekttag und Gelerntes zu reflektieren.
Hier geht es zum Anfrage-Formular für beide Projekttage.